„Wir wollten von Beginn weg den Cup-Sieg“

05.01.2015

29.10.2014; Swiss Ice Hockey Cup Achtelfinals - HC Genf Servette - HC Lausanne; Arnaud Jacquemet (Genf) gegen Gaetan Augsburger und Pascal Caminada (Lausanne)

Im ersten Cup-Halbfinal wird der HC Genf-Servette die Kloten Flyers zum Hockey-Tanz bitten. Im Halbfinal soll eine spannende Partie entstehen, denn, so ist sich Arnaud Jacquemet sicher, alle Verbleibenden Mannschaften wollen den Sieg unbedingt.

Der Schweizer Cup funktioniert also doch schon im ersten Jahr. Zumindest wenn man den Genfer Arnaud Jacquemet fragt. Der 26-Jährige zeigt sich begeistert vom Format und verdeutlicht mehrfach, dass er und seine Teamkollegen den Cup unbedingt gewinnen wollen. Kommt der Cup also doch schon in der ersten Austragung so richtig in Fahrt? „Ich weiss nicht, wie es in anderen Teams ist. Aber für uns ist seit dem Beginn klar, dass wir gewinnen wollen“, sagt der Stürmer. Die erste Partie auswärts gegen Ajoie sei zwar noch ein bisschen komisch und speziell gewesen, spätestens mit dem Derby gegen Lausanne in der zweiten Runde habe die Affiche „Schweizer Cup“ Fahrt aufgenommen. „Für uns ist klar, dass wir in jedem Turnier gewinnen wollen. Da ist es egal, ob es der Spengler Cup, die Champions Hockey League, die Meisterschaft oder der Schweizer Cup ist“, verdeutlicht Jacquemet. Das sei in diesem Verein gang und gäbe und gerade ihr Trainer, Chris McSorley, verdeutliche das Bestreben zum Titelgewinn umso mehr. „Er hat uns schon viele Male gesagt, dass wir den Titel verteidigen müssen. Denn den letzten Cup hat damals Genf-Servette gewonnen“, sagt Jacquemet begeistert.

Besonders speziell für den Ex-Klotener

Wer denken könnte, dass dieses Unterfangen aufgrund der aktuellen Tabellenlage – Genf ist vor Kloten klassiert – einfach wird, der täuscht sich arg. Die Genfer haben nämlich in den letzten 10 Heimspielen gegen die Zürcher gleich sechs Mal verloren. Die zwei letzten Spiele in der Les Vernets aus der aktuellen Saison, endeten beide mit einem Vollerfolg für die Flyers. Trotzdem freut sich Jacquemet besonders auf dieses Kräftemessen. Kein Wunder: Der heutige Genfer hat mit 10 Jahren sein zu Hause verlassen, um bei den Kloten Flyers die Nachwuchsabteilung zu durchlaufen. Später spielte er dann während vier Saisons im Aktiv-Team der Klotener. „Ich habe mit Bodemann und Hollenstein in den Junioren gespielt, Liniger und Von Gunten sind weitere gute Kollegen von mir“, so der Servettien. Da werde es im Vorfeld dieser Partie höchstwahrscheinlich zu ein paar SMS-Konversationen kommen. „Für mich ist das sehr speziell. Vor der Auslosung habe ich mir diesen Gegner sogar gewünscht“, erklärt der gebürtige Walliser.

Für Arnaud Jacquemet ist klar: Im Cup wird die Tabellensituation keine Rolle spielen. Es sei vielmehr ein Abbild der aktuellen sowie der letzten Saisons. „Der SC Bern spielt in dieser Saison vorne mit, Kloten war im letzten Jahr Dritter, die ZSC Lions sind amtierende Meister und wir haben den Spengler Cups gewonnen“, sagt Arnaud Jacquemet. Dass den Klotener in der aktuellen Spielzeit noch nicht wie gewünscht läuft, sei deshalb nebensächlich. „Sie haben sicherlich Luft nach oben. Aber das ist ein anderes Turnier. Deshalb bin ich überzeugt, dass es eine sehr spannende Partie geben wird“, so Jacquemet.

Leroy Ryser