Mark Bastl: Disziplin als Schlüssel zum Sieg

19.11.2015

Für den Stürmer Mark Bastl (34), der in acht Saisons mit den ZSC Lions die Champions Hockey League und drei Meisterschaften gewann, ist die Rückkehr ins Hallenstadion mit dem HC Ambrì Piotta für das Cup-Viertelfinal etwas Spezielles.

Mark Bastl, kann man ein Cup-Spiel im Hallenstadion wie ein Spiel 7 in den Playoffs vergleichen?
Nein. Es wäre natürlich genial in den Playoffs ein Spiel 7 im Hallenstadion bestreiten zu können, aber hier sind wir erst in der dritten Runde und nicht schon im Finale.

Wie ist Ihre persönliche Meinung zu Wiedereinführung des Schweizer Cups?
Er ist sicherlich eine gelungene Sache, ein gelungener Spot für unseren Sport. Vor allem in der ersten Runde, wenn sich die 1.-Liga-Clubs mit den Profis messen können. Diese Spiele finden meistens vor vollen Hallen statt, ein richtiges Hockeyfest in der Provinz. Es funktioniert wie im Fussball.

Seit dem 25. Oktober steht ein neues Gesicht an der Bande. Hans Kossmann ersetzte Serge Pelletier. Wie ist Ihr erster Eindruck vom neuen Trainer?
Kossmann hat seine eigenen Ideen und sein eigenes Spielsystem, welche sich stark von seinem Vorgänger unterscheiden. Dank seinem Charisma gelingt es ihm seine Botschaft gut zu vermitteln und schon am ersten Wochenende waren die ersten Früchte zu sehen.

Ambri-Piotta steht momentan auf dem 11. Tabellenplatz. Müsste mit dieser Mannschaft mehr drinliegen?
Wir sind ja nicht so weit weg von den Playoff-Plätzen. Wir haben noch genügend Chancen um ins Rennen zurückzukehren. Leider haben wir ein paar Punkte leichtfertig verspielt, dies gilt es in Zukunft zu vermeiden.

Wie ist Ihre persönliche Bilanz nach den ersten Monaten in Ambrì?
Ich habe mich gut in die neue Realität integriert und ich versuche mich anzupassen um der Mannschaft helfen zu können. Einmal Spiele ich Center ein andermal Flügel, ich spiele dort wo mich der Trainer aufstellt.

Beim 2:5 verlorenen Meisterschaftsspiel im Hallenstadion kosteten euch zwei frühe Strafen gleich zwei Gegentore. Dies gilt es am 24. November zu vermeiden.
Wir alle kennen das grosse Offensiv-Potential der ZSC Lions. Wenn man Ihnen zu vielen Chancen vor allem im Powerplay offeriert, wird man unweigerlich dafür bestraft. Wir müssen diszipliniert auftreten und unsere Chancen mit schnellen Gegenstössen nutzen.

Trifft der Satz „In einem Spiel ist alles möglich“ für eure Partie zu?
Dies haben wir schon in den ersten zwei Runden gesehen, denn sowohl gegen die GCK Lions als auch gegen La Chaux-de-Fonds mussten wir einen Rückstand wettmachen. Diesmal haben wir den Vorteil, dass wir als Aussenseiter antreten können. Jetzt müssen wir nur noch unsere Chance nutzen.

Von Maurizio Urech