Lausanne erstmals im Cupfinal

06.01.2016

Die Gäste der Kloten Flyers konnten im Mitteldrittel einen Zwei-Tore-Rückstand zwar wettmachen, doch dann kassierte man zwei Gegentreffer in kurzer Zeit. Im letzten Drittel reichte es nur noch zum Anschlusstreffer und Lausanne ging als Sieger hervor.

Die Mannschaft von Heinz Ehlers dominierte das Spiel bis fast zur Spielmitte, doch nach dem zweiten Treffer wurde man zu passiv und liess die Flyers gewähren, die prompt zum Ausgleich kamen. Doch dann konnten die Flyers das Momentum nicht ausnützen und kassierten zwei Treffer, darunter einen Shorthander. Der Schlussspurt kam zu spät und die Kloten Flyers müssen sich an der eigenen Nase nehmen. Mit einer konzentrierten Leistung über 60 Minuten wäre die Finalqualifikation wie letztes Jahr möglich gewesen.

Für das Spiel um den Einzug in den Cupfinal musste der Ehlers auf seinen Topscorer der Meisterschaft, Harri Pesonen, verzichten, der mit einer Oberkörperverletzung ausfiel. Lardi rückte in den Sturm vor und ergänzte den vierten Block. Huet erhielt den Vorzug gegenüber Caminada, der bislang im Cup zum Zuge kam. Bei den Gästen kam Boltshauser zu seinem Debut in Dress der Kloten Flyers, Kellenberger fehlte gegenüber der Mannschaft vom Sonntag und Santala sass seine zweite Spielsperre ab.

Die Zuschauer sahen vom Anpfiff weg eine flüssige Partie mit wenigen Unterbrüchen und den Waadtländern, die das Spieldiktat übernahmen. Danielsson, Deruns und Antonietti prüften Boltshauser als Erste; auf der Gegenseite hatte Huet keine Mühe mit einem Abschluss von Bieber. In der 13. Minute erkämpfte sich Danielsson die Scheibe gegen Frick, passte in die Mitte, wo der freistehende Deruns herrlich in die hohe Torecke zum 1:0 traf. Boltshauser hatte beim einzigen Powerplay für den LHC kurz vor der ersten Pause Glück als er einen Weitschuss von Danielsson nicht festhalten konnte. Back befreite schliesslich für ihn.

Auch im Mitteldrittel waren die Waadtländer spielbestimmend und nach einem unerlaubten Befreiungsschlag der Gäste gewann Danielsson das Bully. Rückpass für Trutmann und dessen Schuss lenkte Deruns zum 2:0 ab. Nach diesem Treffer fühlten sich die Waadtländer in Sicherheit und liessen die Gäste ins Spiel kommen. Guggisberg bediente mit einem schönen Rückpass von Gunten, der aber nur die Latte traf. Nach zwei Schüssen von Lemm führte ein Anfängerfehler von Savary, der mit der Scheibe vor dem eigenen Tor durchfuhr und diese prompt verlor, zum Anschlusstreffer für die Kloten Flyers.

Die Gäste nahmen den Schwung gleich mit. Olimb passte zu Bieber, dieser setzte sich gegen Gobbi durch und traf zum 2:2. Damit war das Spiel wieder völlig offen. Eine Minute später folgte eine kuriose Situation. Die Gäste liefen in einen Konter, Deruns legte für Danielsson vor, der die Scheibe zum 3:2 ablenkte. Die Schiedsrichter hatten aber plötzlich eine Strafe angezeigt. Auf den Fernsehbildern war zu sehen, dass die Scheibe schon die Torlinie überschritten hatte als es zum Kontakt zwischen Danielsson und dem Torhüter Boltshauser kam. Nach längeren Diskussionen gaben die Schiedsrichter den Treffer, Danielsson musste aber trotzdem auf die Strafbank.

Das Powerplay der Gäste war aber zu harmlos und nach einem Puckverlust liefen die Flyers sogar noch in einen Konter. Antonietti und Hytönen kamen zu einer Situation zwei gegen eins, Antonietti schoss und die Scheibe rutschte über die Fanghand von Boltshauser zum 4:2 ins Tor.

Im Schlussdrittel waren die Gäste gefordert und die Flyers übernahmen das Spieldiktat. Als Huet einen Weitschuss von Stoop nicht festhalten konnte, verwertete Sheppard den Rebound zum 4:3-Anschlusstreffer. Dann kassierte Back eine Strafe, doch wie im Mitteldrittel hatte die Mannschaft, die in Unterzahl spielte, die Torchancen. Stoop und Collenberg scheiterten mit ihren Schüssen an Huet genauso wie Obrist wenig später mit seinem Backhandschuss.

Eine Einzelaktion von Herren war die erste Torchance für die Waadtländer, gefolgt von einem Weitschuss von Trutmann, auf der Gegenseite versuchte Guggisberg Huet zu überlisten, der aber sein Veto einlegte. Die Kloten Flyers spielten die letzten 76 Sekunden ohne Torhüter, aber der LHC verteidigte sich geschickt, liess keine weitere Torchance zu und konnte den verdienten Finaleinzug feiern.

Von Maurizio Urech