Kellenberger: „Erwarte einen heissen Fight in Biel“

17.11.2015

Der Stürmer Steve Kellenberger, der aus der Juniorenbewegung der Kloten Flyers stammt, wechselte 2012/13 für zwei Jahre zum EHC Biel ehe er wieder nach Kloten zurückwechselte. Jetzt kehrt er am 24. November für die Viertelfinalpartie zwischen den Seeländern und den Flyers nach Biel zurück.

Steve Kellenberger, was für eine Bilanz ziehen sie aus den zwei Saisons, die Sie beim EHC Biel verbracht haben? Eine positive?
Absolut. In Biel konnte ich mich weiterentwickeln. Ich erhielt viel mehr Eiszeit als damals in Kloten, konnte auch Verantwortung übernehmen, wurde sowohl in Über- als auch in Unterzahl eingesetzt. Vorher in Kloten war es immer ein Kampf um einen Platz in der Aufstellung mit relativ wenig Eiszeit. In Biel habe ich einen Schritt nach vorne gemacht.

Wie ist es mit einem „speziellen“ Trainer wie Kevin Schläpfer zusammenzuarbeiten?
Er scheut sich nicht auch einem jungen Spieler wie in meinem Fall Vertrauen zu schenken. Man muss natürlich die gegebene Chance nutzen, sein Kredit ist nicht unendlich. Man kann es mit ihm sehr lustig haben, natürlich nicht während eines Trainings oder Spiels, dort ist volle Konzentration und Seriosität angesagt.

Wie sieht Ihre persönliche Bilanz der bisherigen Saison aus?

Meine persönliche Bilanz ähnelt jener des Teams, sicher nicht schlecht aber noch mit Luft nach oben. Wir hatten einen schlechten Saisonstart, konnten uns dann aber auffangen und vier von fünf Spielen gewinnen. Leider folgte dann auch wieder eine Serie mit drei Niederlagen in Folge, beispielsweise mit einer vermeidbaren Niederlage gegen Lausanne. Unsere „special teams“, vor allem das Boxplay, müssen unbedingt besser werden und da bin ich auch direkt betroffen.

Wie erklären Sie sich diese Berg- und Talfahrt, man könnte ja sagen die einzige Konstante in der bisherigen Saison der Flyers sei die Inkonstanz. Waren die vielen Verletzten ein Faktor?
Nein, die vielen Verletzten dürfen keine Ausrede sein. Man hat ja bei anderen Teams wie beim HC Davos oder bei den ZSC Lions gesehen, dass diese genauso viele Ausfälle hatten wie wir, aber diese dank ihren jungen Spielern kompensieren konnten. Aus den ersten 20 Partien können wir sicher mitnehmen, dass wir lernen müssen die verletzungsbedingten Ausfälle besser zu kompensieren und uns nicht dadurch von unserem Weg abbringen lassen dürfen. Und wie schon gesagt, bei den „special teams“ haben wir das grösste Steigerungspotential.

Sie haben schon Mitte Oktober mit Kloten in der Tissot Arena gespielt. Ihr erster Eindruck?
Der erste Eindruck ist sehr positiv, ein modernes und schönes Stadion, sicherlich eine zusätzliche Motivation für die Spieler des EHC Biel.

Einige Teams überraschten, andere enttäuschten im Cup. Ihr wart letztes Jahr im Finale. Wie ist eure Einstellung zum Wettbewerb?
Ich glaube diese Gefahr des Unterschätzens besteht bei beiden Teams nicht. So wie ich Kevin Schläpfer kenne, will er unbedingt mit Biel eine Trophäe gewinnen und dass er den Cup ernst nimmt, zeigte schon die erste Partie gegen Wiki-Münsingen als er mit drei Ausländern antrat. Mit sechs Siegen kann man den Cup gewinnen, wir werden sicher am 24. November in Biel Vollgas geben und erwarten ein spannendes Duell auf Augenhöhe mit den Seeländern.