Interview mit Bernard Giroud

29.04.2014

Bernard Giroud mit Pokal von 1972

Bernard Giroud ehemaliger Captain von Genève-Servette HC spricht über den Schweizer Eishockey Cup von 1972.

Sie formten 1972 mit André Joris und Claude Henry die magische Sturmlinie bei Genf-Servette und standen mit dem Team im Finale des Swiss Ice Hockey Cup. Was sind Ihre Erinnerungen an das Finalespiel vor ?

Das Finalspiel 1972, welches vor einem unglaublichen Publikum in Ambri statt fand, war und bleibt ein unvergessliches Erlebnis! Damals hatten wir noch ein Hin– und Rückspiel. Beim ersten Spiel in Genf gelang uns ein klarer Sieg. Beim Rückspiel in Ambri mussten wir hingegen eine Niederlage einstecken,  dank der Tordifferenz holten wir trotzdem den Pokal des Swiss Ice Hockey Cups. Im Dorf herrschte danach eine unglaubliche Stimmung und die Restaurants blieben die ganze Nacht offen.

Was bedeutet der letzte Cup-Sieg für Sie persönlich?

Es bleibt ein unvergesslicher Sieg - ein Sieg fürs Leben. Der Cup-Sieg war bis 2013 (Anm. der Redaktion: Spengler Cup) von Genf-Servette, neben den zahlreichen Vize-Meistertitel, der letzte grosse Sieg. So etwas vergisst man nicht.

Denken Sie, dass es im Swiss Ice Hockey Cup Überraschungen kommen wird?

Die unterklassigen Vereine sind heute viel besser aufgestellt als 1972. Dennoch denke ich, dass es (zu Beginn) des Cups zu wenig Überraschungen kommen wird. Der Unterschied zwischen den Profi- und Amateurligen ist nach wie vor noch sehr gross - trotz grosser Forschritte  (der Amateurligen) im Schweizer Eishockey.

Werden Sie die Spiele besuchen? Was halten Sie insgesamt von der Neuauflage des Swiss Ice Hockey Cup?

Ich besuche die Spiele der NLA und der 2. Liga in Meyrin regelmässig, vor allem die Junioren. Trotz sehr engem Spielplan und der Neuauflage der Hockey Champions Legaue denke ich, dass das Publikum sehr positiv auf den Cup reagieren wird. Ich selber werde immer dabei sein.