Chur zurück im Rampenlicht

21.09.2015

Im Rahmen der ersten Runde im Schweizer Cup empfängt der EHC Chur die ZSC Lions – eine spezielle Partie vor allem für den Sportchef der Lions, Edgar Salis, der seine Karriere im Churer Hallenstadion begann.

Heute spielt der EHC Chur in der 1. Liga, doch der Klub aus der Bündner Hauptstadt gehörte während fünf Saison auch der NLA an und konnte auch fünfmal den Meistertitel der NLB gewinnen. Spieler wie SCB-Kultgoalie Renato Tosio, Thomas Vrabec, der mit Lugano und Bern Meister wurde, oder Dino Kessler, der mit Zug Meister wurde, starteten ihre Karrieren in Chur.

Vor dem Spiel sprachen wir mit Remo Caviezel der mit seinem Fan-Klub sämtliche Höhen und Tiefen mitgemacht hat. Man begleitete die Steinböcke nach Bern, Lugano, Zürich, aber man hielt dem Verein während mehr als 30 Jahren die Treue. Auch als der EHC in der 1. und 2. Liga spielte, war man daheim und auswärts immer dabei.

Doch die Unterstützung  beschränkt sich nicht nur auf die Spiele, sondern seit 2006 übernahm man ehrenamtlich die Schmalspur-Bar in der Churer Innenstadt und der Nachwuchs des EHC erhielt dadurch jedes Jahr einen namhaften Zustupf.

Remo Caviezel, ihr seid ja in der ganzen Schweiz herumgereist, wo wurdet ihr als Fans am besten Empfangen?
Ohne Zweifel beim HC La Chaux-de-Fonds während den NLB-Finalspielen. Alles war perfekt organisiert, in unserem Sektor hatten wir einen Stand, wo wir uns verpflegen konnten und auch ein separates WC zur Verfügung, chapeau!

Und wo habt ihr euch gar nicht wohl gefühlt?
Auch hier gibt es keine Zweifel, beim EHC Wallisellen in der 2. Liga. Dort mussten wir in primis einen Sicherheitszuschlag bezahlen und während des Spiels wurde kein Alkohol ausgeschenkt. Dies auf einer offenen Eisbahn.

Sprechen wir über etwas Positives. Das Spiel vom 30. September gegen den ZSC Lions ist sicher ein Highlight für euch. Seid ihr direkt an der Organisation beteiligt?
Nein, wir stehen den jüngeren Fans zur Seite und helfen ihnen sowohl bei der Erstellung der Choreo, wie auch beim Verteilen der Matchplakate in den diversen Beizen. Man kann einzig die Tickets auf unserer Homepage bestellen.

Mit den Lions gastiert nicht nur die Mannschaft bei euch sondern auch mehr Gästefans als üblich, was nicht ganz unproblematisch ist. Könnte es Probleme geben?
Wir haben in der Vergangenheit nie ein Problem mit den ZSC-Fans gehabt, dies auch weil diverse Bündner wie Lorenz „Lolo“ Schmid oder auch Claudio Micheli für den ZSC gespielt haben. Die beiden Fangruppen werden auf alle Fälle getrennt sein.

Pflegt ihr mit Fans anderer Mannschaften so etwas wie eine spezielle Fan-Freundschaft?
Nichts Spezielles, aber mit den Fans des EHC Wetzikon pflegen wir einen regen Austausch via Internet auf den Foren.

Ihr habt ja noch eine ganz spezielle Episode im Zusammenhang mit den ZSC Lions zu erzählen. Einen Unfall der zum Glück am Schluss glimpflich abgelaufen ist.
Genau, es geschah 2001 im Zürcher Hallenstadion als unser Spieler Johan Witehall ins Straucheln kam und mit seinem Schlittschuh den Hals von Michel Zeiter berührte und ihn verletzte. Es war ein Schock für alle Zuschauer, denn es floss Blut und wir waren alle erleichtert als wir erfuhren, dass Zeiter diesen schlimmen Unfall überlebte und später wieder spielen konnte.

Kehren wir zum Cupspiel zurück. Wer ist der bekannteste Spieler im Kader des EHC?
Die bekanntesten Spieler in unserem Kader, das hauptsächlich aus sehr jungen Spielern besteht, sind ohne Zweifel Andreas John und Daniel Peer, die beide schon in der NLA das Trikots des EHC getragen haben.

Das Churer Hallenstadion fasst 6500 Zuschauer. Wie viele erwartet ihr am 30. September?
Wir hoffen dass zirka 3000 Zuschauer kommen werden. Dieser Abend soll ein Eishockeyfest werden und für unsere Jungen die einmalige Chance, sich im nationalen Schaufenster zu präsentieren. Wir haben noch viel Fronarbeit zu leisten um alle Auflagen zu erfüllen, doch alles wird bereit sein und wir freuen uns jetzt auf das Kräftemessen mit den Lions!