Brunner: „Freue mich auf die Rückkehr nach Winterthur“

24.09.2015

Am 30. September empfängt der NLB-Aufsteiger EHC Winterthur in der ersten Runde des Swiss Ice Hockey Cups 2015/16 das Starensemble des HC Lugano mit einem Spieler, der in der Vergangenheit schon das Dress der Löwen trug.

Dabei handelt es sich um den Schweizer Nationalspieler Damien Brunner, der in der Saison 2005/06 16 Spiele in der 1. Liga mit dem EHC Winterthur bestritt. um anschliessend mit den Elite-Junioren des EHC Kloten den Schweizer Meistertitel zu gewinnen.

Einige seiner damaligen Teamkollegen im Klotener Nachwuchs haben ebenfalls den Sprung in die Nationalmannschaft geschafft – Juraj Simek, Robin Grossmann, Simon Bodenmann, Reto Suri, Larri Leeger und die beiden Torhüter Lukas Flüeler und Robert Mayer.

Wir wollten von Damien Brunner, der seit Dezember letzten Jahres das Dress der Bianconeri trägt, wissen, was er vom Cup hält und natürlich ob er sich noch an die Spiele mit dem EHC Winterthur erinnern kann.

Vor 10 Jahren haben Sie mit dem EHC Winterthur gespielt,  normalerweise sollten Sie ja mit den Elite Junioren des EHC Kloten spielen. Geschah damals etwas Spezielles?

Ich erlitt ich eine Gehirnerschütterung. Als ich wieder fit war, spielte ich die Playoffs in der 1. Liga mit dem EHC Winterthur. Nach dem Ausscheiden stieg ich mit den Elite-Junioren des EHC Kloten im Halbfinal ein und wir gewannen auch das Finale. Ich habe also in jener Saison sowohl bei den Junioren wie auch Erwachsenen gespielt.

War sicher etwas Spezielles als Junior in der 1. Liga zu spielen?

Es war eine schöne Erfahrung. Winterthur hatte das neue Stadion eingeweiht und es war das beste in der 1. Liga. Für mich war es super. Ich konnte zum erstenmal gegen Männer spielen, ich konnte enorm profitieren, da ich drei, vier Mal die Woche spielte. Dies war optimal für meine Weiterentwicklung.

Kehren Sie das erste Mal nach Winterthur zurück oder haben Sie dort schon mit der Nationalmannschaft gespielt? Und was halten Sie vom Cup?

Ich habe schon mit der Nationalmannschaft in Winterthur gespielt. Ich habe nur gute Erinnerungen und freue mich auf die Rückkehr. Persönlich finde ich es super, dass man den Cup wieder eingeführt hat. Wir nehmen den Cup sehr ernst. Es gibt ja einen Pokal zu gewinnen und ich bin überzeugt, dass sich mit der Zeit der Stellenwert des Cups erhöhen wird und er zur Tradition wird.

Reden wir über die Vorbereitungszeit auf die neue Saison, die sehr intensiv war. Auf dem Eis gab es zusätzlich Einheiten mit der neuen Skating-Trainerin vor dem eigentlichen Training. Etwas neues für Sie?

Nein, nichts neues für mich. Wichtig ist einfach, dass wenn man aufs Eis zurückkehrt nicht gleich von null auf hundert hoch geht, sondern sich langsam wieder ans Schlittschuhlaufen gewöhnt. Es ist wichtig für die Adduktoren und Hüften, dass man nicht überdreht. Ich glaube wir haben eine gute Steigerung hingelegt. Dank der Zusammenarbeit mit der Skating-Trainerin haben wir uns auch gut aufgewärmt, so dass wir dann gut vorbereitet in die eigentlichen Trainingseinheiten stiegen.

Nach diesen zwei Wochen standen schon die ersten Vorbereitungsspiele auf dem Programm. Ist man als Spieler froh, dass man wieder in den Wettkampf einsteigen kann und wie wichtig sind diese Tests vor dem Saisonstart?

Ich glaube für uns waren die zwei Wochen optimal. Wir konnten uns wieder ans Eis gewöhnen und langsam den Rhythmus wieder finden. Es ist immer schwierig die Testspiele einzuordnen, wichtig ist, dass du ein gutes Gefühl bekommst. Du kannst dich an das System und deine neuen Linienpartner gewöhnen und kommst langsam wieder in den Wettkampfmodus und steigerst die Intensität. Ich glaube die acht Vorbereitungsspiele waren genau richtig.

Sie bestritten ja Ende letzte Saison noch die Weltmeisterschaft. Gab es nachher genügend Zeit für die Erholung?

Zuerst konnte ich drei Wochen lang ausspannen, nachher ging es zwei Wochen nach Magglingen zum WK – ein guter Einstieg ins Sommertraining. Dann war ich bereits zurück in Lugano.

Welches ist ihr erster Eindruck von den Neuzuzügen?

Tony Martensson bringt sehr viel Leadership ins Team, ein Center den wir brauchen. Er ersetzt optimal, was durch den Abgang von McLean verloren ging. Gregory Hofmann ist unglaublich talentiert, er bringt viel Speed ins Team, hat einen guten Schuss, gute Arbeitseinstellung genauso wie Philippe Furrer, der ein Musterprofi ist. Die Jungen wie Morini bringen frischen Wind ins Team und erhöhen den Konkurrenzkampf.